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Werner Poppe - ein Postler, wie er im Buche steht!

Von der goldenen Hockey-Generation über vier operierte Knie bis ins Tennis-Halbfinale!

Werner Poppe - ein Postler, wie er im Buche steht!

Es gibt Spieler, die stehen auf einer Mannschaftsliste. Es gibt Spieler, die gewinnen Matches. Und dann gibt es jene Menschen, die aus einem Verein kaum wegzudenken sind.

Werner Poppe gehört eindeutig zur dritten Kategorie.

Aktuell beweist er das wieder bei den Clubmeisterschaften: Im 35er-Bewerb steht Werner bereits im Halbfinale, nachdem er den Bewerb im vergangenen Jahr sogar gewinnen konnte.

Vom Hockey-Urgestein zum Tennisspieler

Sport begleitet Werner praktisch sein ganzes Leben. Bereits mit acht Jahren begann er mit Landhockey auf der Post. Zwei Meistertitel in der Jugend folgten, später spielte er bei den Herren in der Staatsliga und schaffte es mit seiner Mannschaft zweimal zum Europacup.

Es war eine starke Zeit im österreichischen Hockey, bei der viele von einer goldenen Generation sprechen. Namen wie Heinrich Jirku, der Abwehrboss, oder Clemens Rarrel, die Laufmaschine, stehen sinnbildlich für eine Ära voller starker Spieler und echter Typen.

Und mittendrin: Werner Poppe.

Auch das Nationalteam wäre für ihn ein Thema gewesen. Doch seine Knie hatten andere Pläne. Verletzungen verhinderten den nächsten sportlichen Schritt.

Mittlerweile wurden sie viermal operiert. Andere würden danach vielleicht Schach spielen. Werner spielt Tennis. Talent für mehr als nur eine Sportart

Dabei war Hockey keineswegs seine einzige sportliche Station.

Mit 14 spielte Werner bereits Tennis beim damaligen DOKW, unter den Fittichen von Markus Ferik, mehrfacher türkischer Meister, legendärer Linkshänder und schon damals ein echter Starcoach in Österreich. Auch im Fußball versuchte er sich und absolvierte sogar ein Vorspiel bei Red Star.

Irgendwann wurde es allerdings selbst für einen Werner Poppe zu viel: Hockey, Tennis, Fußball – vermutlich hätte nur noch eine Anmeldung zum Zehnkampf gefehlt.

Also fiel die Entscheidung für Landhockey.

Eine ziemlich erfolgreiche Entscheidung.

Seine aktive Hockeykarriere beendete Werner schließlich, als seine Zwillinge zur Welt kamen. Heute sind die beiden 22 Jahre alt und vor rund sieben Jahren fand Werner wieder zurück zum Tennis.

Werner kommt, spielt und liefert

Seitdem ist er auch dort zu einer verlässlichen Größe geworden.

Ob als Stammspieler oder als Springer: Werner ist für jede Mannschaft eine starke Stütze. Er kann sein Niveau abrufen, bringt stabile Leistungen und ist genau jener Spieler, den man gerne aufstellt, wenn es zählt.

Der Titel im 35er-Bewerb im vergangenen Jahr und der erneute Einzug ins Halbfinale heuer sind dafür der beste Beweis.

Großes Theater braucht es bei ihm nicht.

Werner kommt, spielt und liefert.

Mindestens genauso wichtig: das Danach

Wer Werner allerdings nur auf seine sportlichen Leistungen reduziert, kennt nur die halbe Geschichte.

Denn auch abseits des Platzes ist er für das Vereinsleben ein echter Gewinn. Wo gefeiert wird, ist Werner meistens nicht weit. Gute Laune, lockere Sprüche und genügend Kondition für die berühmte „dritte Halbzeit“ gehören zum Gesamtpaket.

Man könnte sagen:

Auf dem Platz übernimmt Werner Verantwortung für die Mannschaft, danach fürs Vereinsleben.

Und genau solche Menschen braucht ein Club.

Spielergebnisse geraten irgendwann in Vergessenheit. Pokale verstauben. Aber die Typen, über die man Jahre später noch Geschichten erzählt, bleiben.

Noch lange nicht fertig

Vom achtjährigen Hockeyspieler über Jugendtitel, Staatsliga, Europacup und die goldene Generation des österreichischen Hockeys bis zum heutigen Tennisspieler:

Werner Poppe ist vor allem eines, ein echter Sportsmann und Vereinsmensch.

Er spielt, springt ein, unterstützt, feiert und hat dabei meistens noch einen passenden Spruch auf Lager.

Solange die Knie also noch irgendwie mitmachen, wird Werner wohl weiterhin dort auftauchen, wo man ihn seit Jahrzehnten kennt:

mitten im Geschehen.

Denn Legenden gehen bekanntlich nicht einfach in Pension.

User ImageWien Post SV Tennisakademie, 26. August 2026